ProjekteOlympia wird Stadt: Wie aus Sportinfrastruktur dauerhaft Stadt werden kann
Wohnen & LebenFreizeit & Kultur
Olympia wird Stadt: Wie aus Sportinfrastruktur dauerhaft Stadt werden kann
Im Rahmen der Olympiabewerbung KölnRheinRuhr entwickelten planquadrat, Lindschulte und geskes.hack eine Vision für den Kölner Norden: Ein modular geplantes Stadion sollte nach den Spielen zum Ausgangspunkt eines neuen Stadtquartiers für bis zu 10.000 Menschen werden.
Auf einen Blick
Projektfakten
Projektort:Köln, Nordrhein-Westfalen, Deutschland Projektstatus:Abgeschlossenes BewerbungskonzeptProjekttyp: Städtebau / Stadionkonzept / Quartiersentwicklung Beteiligte BKW Gesellschaften:planquadrat Elfers Geskes Krämer & Lindschulte Geschäftsbereich:Infrastructure & BuildingsPartner:geskes.hack LandschaftsarchitektenKonzipierte Nutzung:Leichtathletikstadion, Olympisches und Paralympisches Dorf sowie langfristige QuartiersentwicklungRealisierungsstatus:Keine Realisierung im Rahmen der Bewerbung KölnRheinRuhr
Leistungserbringer I
planquadrat Elfers Geskes Krämer
planquadrat gestaltet seit rund 30 Jahren Architektur und Städtebau im In- und Ausland. Das Unternehmen begleitet ein breites Spektrum von Planungs- und Bauaufgaben und verbindet klassische Architektur und Stadtplanung mit Grundstücksentwicklung, Generalplanung und Wettbewerbsmanagement. Mehr als 150 Mitarbeitende arbeiten interdisziplinär an komplexen Stadt- und Bauprojekten.
im konzipierten Leichtathletikstadionim Konzept vorgesehene Wohnungen
Leistungserbringer II
Lindschulte
Lindschulte zählt zu den großen interdisziplinären Ingenieur- und Planungsgesellschaften im BKW Engineering Netzwerk. Das Unternehmen bringt umfassende Kompetenzen in Infrastruktur, Verkehr, Wasser, Umwelt und technischer Planung ein und unterstützt komplexe Entwicklungsprojekte von der Konzeption bis zur Umsetzung.
mögliche Bewohnerinnen und Bewohnerweitere Wohnungen in einer möglichen zweiten Entwicklungsphase
Olympische und Paralympische Spiele benötigen enorme Flächen, Infrastruktur und Investitionen. Gleichzeitig zeigt die Erfahrung vieler Austragungsorte, dass Stadien und temporäre Anlagen nach dem Event nur schwer sinnvoll weitergenutzt werden. Genau an diesem Punkt setzte das Konzept für KölnRheinRuhr an. Statt eine Sportstätte isoliert für wenige Wettkampfwochen zu denken, entwickelten die Planungspartner ein Modell, bei dem die spätere Stadtentwicklung von Beginn an Teil des Entwurfs war. Stadion, Olympisches und Paralympisches Dorf sowie die umliegenden Entwicklungsflächen wurden gemeinsam betrachtet. Sport, Wohnen, Bildung, Forschung, Freiraum und Versorgung sollten so miteinander verbunden werden, dass die Infrastruktur auch nach einem Großereignis dauerhaft nutzbar geblieben wäre.
Vom Event-Ort zum Stadtbaustein Der entscheidende Perspektivwechsel des Konzepts lag in der Nachnutzung. Das Stadion wurde nicht als fertiges Endprodukt gedacht, sondern als Ausgangspunkt einer schrittweisen Transformation. Teile der Tribünen hätten später zu Wohnraum weiterentwickelt werden können, andere Flächen waren für Bildung, Forschung, Sport und soziale Einrichtungen vorgesehen. Auch das Olympische und Paralympische Dorf wurde konzeptionell bereits auf seine spätere Nutzung ausgerichtet. Das Prinzip der „Built-in Legacy“ machte die Nachnutzung damit nicht zu einer nachgelagerten Aufgabe, sondern zu einem Bestandteil der Planung von Anfang an.Transformation statt Rückbau Das Konzept setzte auf modulare Bauweisen und flexible Gebäudestrukturen. Bauteile sollten demontierbar, wiederverwendbar und für neue Nutzungen weiterentwickelbar sein. Der Ansatz zielte darauf, möglichst viel Baumasse langfristig weiterzuverwenden, anstatt nach dem Großereignis umfangreiche Strukturen zurückzubauen. Auch Freiraum, Mobilität, Wasser und Energie wurden als Bestandteile einer späteren Quartiersentwicklung mitgedacht. Die „Grüne Mitte“ war beispielsweise als langfristiger öffentlicher Raum für Erholung, Begegnung, Urban Farming, Retention und Grünvernetzung vorgesehen.
Nachnutzung von Anfang an mitgedacht Ein wesentlicher Baustein des Konzepts war die frühzeitige Verzahnung von Sportinfrastruktur und späterer Stadtentwicklung. Stadion, Aufwärmstadion sowie Olympisches und Paralympisches Dorf wurden so angeordnet, dass sie bereits die Grundstruktur eines möglichen späteren Quartiers bilden konnten. Auch wirtschaftlich wurde die Zeit nach den Spielen von Beginn an mitgedacht. Die frühe Einbindung privater und institutioneller Investoren sowie von Wohnungsbaugesellschaften sollte Voraussetzungen dafür schaffen, die Infrastruktur langfristig weiterzuentwickeln und Rückbau- und Entsorgungsaufwand zu reduzieren.
ProjektKölnRheinRuhr – Olympia wird StadtProjektortKöln, Nordrhein-Westfalen, DeutschlandProjektstatusAbgeschlossenes BewerbungskonzeptProjekttypStädtebau / Stadionkonzept / QuartiersentwicklungBeteiligte BKW Gesellschaftenplanquadrat Elfers Geskes Krämer und LindschultePartnergeskes.hack LandschaftsarchitektenKonzipierte NutzungLeichtathletikstadion, Olympisches und Paralympisches Dorf sowie langfristige QuartiersentwicklungKonzipierte Stadionkapazität50.000 PlätzeKonzipierter Wohnraumbis zu 5.000 WohneinheitenDimension des Quartiersausgelegt für rund 10.000 Menschen RealisierungsstatusKeine Realisierung im Rahmen der Bewerbung KölnRheinRuhr
Ein Konzept, dessen Ideen weiterwirken können Mit der Entscheidung für München als deutschen Bewerber wird das Konzept „Olympia wird Stadt“ in Köln nicht im vorgesehenen Rahmen realisiert. Die planerischen Ansätze dahinter bleiben dennoch relevant: Wie lassen sich Infrastrukturen für Großereignisse so konzipieren, dass ihre spätere Nutzung von Anfang an Bestandteil der Planung ist? Das Konzept von planquadrat, Lindschulte und geskes.hack zeigt einen möglichen Weg. Transformierbare Gebäudestrukturen, langfristig nutzbare Freiräume und die Verbindung von Sport, Wohnen, Versorgung und sozialer Infrastruktur wurden nicht als nachträgliche Ergänzung, sondern als Ausgangspunkt des Entwurfs verstanden. Diese Prinzipien lassen sich auch auf andere Stadtentwicklungs- und Infrastrukturprojekte übertragen.
Weitere Informationen:

Alle: 3 von 3 Elementen angezeigt

Projekte
Unsere Projekte
Pipeline auf Baustelle
Eifel-PipelineMehr erfahren
Klinikum Heidekreis Ansicht als Rendering
Zentralklinikum Bad FallingbostelMehr erfahren
Viele gläserne Dachfenster von Gewächshäusern, dahinter Bäume unter bewölktem Himmel
K51 macht Abwärme aus Rechenzentren nutzbarMehr erfahren
Haben Sie Fragen? Unser Team gibt gerne Auskunft.
Bleiben Sie auf dem LaufendenNewsletter abonnieren
LinkedInYouTubeInstagramFacebookRechtliche HinweiseDatenschutzImpressumAGB & RechtlichesPrivatsphäre-Einstellungen